Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage ist geprägt von großen geopolitischen Unsicherheiten, vom zunehmenden internationalen Wettbewerb sowie zudem von massiven technologischen Umbrüchen. Hinzu kommen hausgemachte deutsche Schwierigkeiten wie Energiekosten und Bürokratie. Viele bewährte und hergebrachte Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle geraten derzeit zunehmend unter Druck. In seiner Einführung zur Veranstaltung wies Ulrich Dietz darauf hin, dass nach seiner Beobachtung bei vielen Besuchen bei Mitgliedern des Wirtschaftsrats in solchen Situationen Innovation ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist, wenn nicht sogar überhaupt zum Überleben. Allerdings ist es gerade in solchen Situationen nicht einfach, parallel zu den dann gerade anstehenden Herausforderungen neue Geschäftsfelder aufzubauen und zum Erfolg zu führen. In dieser Veranstaltung des Wirtschaftsrats wurden daher erfolgreiche Innovationsbeispiele betrachtet und miteinander diskutiert.

Gastgeber der Veranstaltung war das Unternehmen Teubert Maschinenbau GmbH, das als familiengeführtes mittelständisches Unternehmen in der dritten Generation innovative Sondermaschinen baut und weltweit erfolgreich vertreibt. Geschäftsführer Wolfgang Teubert, seine Tochter Tamara Teubert-Braun (Prokuristin) sowie sein Sohn Yannick Teubert (Leiter Entwicklung) erläuterten, wie in ihrem Unternehmen Innovationen entstehen und als Erfolgsfaktor genutzt werden.

Anschließend gab Jürgen Braun, Vice President und Senior Partner der IBM (und nicht verwandt mit Tamara Teubert-Braun), einen Überblick über die Historie von IBM. IBM ist ein prototypisches Beispiel für ein Unternehmen, welches seit inzwischen über 115 Jahren nicht nur die IT-Welt entscheidend mitgeprägt hat, sondern in dieser Zeit auch immer wieder mit Innovationen zu einem der Marktführer wurde. Gleichzeitig hat sich IBM auch nicht gescheut, sogar profitable Geschäftsfelder zu verkaufen, um sich auf zukünftige Innovationen zu konzentrieren. Herr Braun berichtete, welche Maßnahmen und welche Unternehmenskultur bei IBM die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind und wie IBM sich auf zukünftige technologische Umbrüche vorbereitet.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Rundgang durch das Unternehmen und anschließend mit einem Get-Together, beim dem die Teilnehmer die Eindrücke und Erkenntnisse ausführlich miteinander besprechen konnten. Dabei wurde insbesondere diskutiert, wie ähnlich oder auch wie unterschiedlich die Innovationsmechanismen und die Herausforderungen bei einem deutschen Mittelständler und einem großen multinationalen Unternehmen sind.
Einen herzlichen Dank an Gastgeber und Referenten für die wertvollen Einblicke und Anregungen!
